Es gibt Tage, die schreibt man lieber nicht ins Geschichtsbuch. Und doch gehören sie dazu. Am vergangenen Sonntag kassierten wir in Goldwörth die erste Niederlage der Vereinsgeschichte. Mit einem Endstand von 03:48 war die Partie deutlich, doch das Ergebnis allein erzählt nicht die ganze Geschichte.
Erste Hälfte: Dagegen gehalten
Bereits vor dem Kickoff war klar, dass es ein schwieriger Tag werden würde. Mit nur 23 Spielern traten wir die Auswärtsreise nach Goldwörth an, die Raccoons stellten mehr als 40 Spieler auf. Die Kräfteverhältnisse waren von Beginn an ungleich verteilt.
Trotzdem zeigten wir in der ersten Hälfte Kampfgeist. Die Defense versuchte mit allen Mitteln, die gut eingespielte Offense der Raccoons in Schach zu halten und unsere Offense schnellstmöglich wieder auf den Platz zu schicken. Unsere Defense setzte einige gute Tackles, manche davon auch for Loss, und machte es dem Gegner zumindest phasenweise schwer. Offensiv gelang #80 Christoph Haslgruber trotz einer frühen Blessur ein Field Goal, das die einzigen drei Punkte des Tages auf die Anzeigetafel brachte. Dass er angeschlagen nicht seine volle Leistung abrufen konnte, machte die ohnehin schwierige Situation auf der Offense-Seite nicht einfacher.
Zweite Hälfte: Kräfte schwinden
In der zweiten Hälfte kippte das Momentum endgültig. Mit #41 Markus Moser und #21 Adam Stibor mussten zwei Spieler verletzungsbedingt vom Feld. Besonders bitter: Für Markus Moser ist die Saison damit vorzeitig beendet. Adam Stibor wird hoffentlich in einigen Wochen wieder einsatzfähig sein. Beiden wünschen wir von Herzen eine schnelle und vollständige Genesung.
Durch die Ausfälle wurde der ohnehin dünne Kader weiter geschwächt. Die Raccoons nutzten ihre physische Überlegenheit und ihren Kader-Vorteil konsequent aus und zogen in der zweiten Hälfte deutlich davon.
Respekt und Learnings
Eines vorweg: Das Ergebnis geht absolut in Ordnung. Die Goldwörth Raccoons waren an diesem Tag in allen Belangen das bessere Team. Wir gratulieren herzlich zum verdienten Sieg. Die Partie war trotz der Deutlichkeit von Fairness geprägt.
Die erste Niederlage der Vereinsgeschichte tut weh, keine Frage. Aber sie soll keine Ausrede sein. Wir haben viele eigene Fehler gemacht, die es aufzuarbeiten gilt. Gleichzeitig war es ein extrem lehrreiches Spiel gegen einen physisch starken Gegner. Vor allem haben wir gesehen, wie wichtig Mindset, Teamgeist und Ehrgeiz in Situationen sind, in denen es nicht nach Plan läuft. Daran müssen wir arbeiten. Manchmal braucht es genau solche Erfahrungen, um als Mannschaft den nächsten Schritt zu machen. Nur wer auch mal auf die Mütze bekommt, lernt wirklich dazu.
Wie geht es weiter?
Jetzt haben wir zwei Wochen Pause, um unsere Mannschaft zu regenerieren, die Verletzten bestmöglich zu unterstützen und die Lehren aus diesem Spiel in die Vorbereitung einfließen zu lassen. Danach geht es mit einem Double Header zu Hause in Saalfelden weiter: Am 26. April empfangen wir die Weinviertel Spartans, eine Woche später am 3. Mai die US Rhinos.
Wir freuen uns auf die Unterstützung unserer Fans bei den Heimspielen. Jetzt erst recht.
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