Es gibt Spiele, die man nicht wegen des Ergebnisses in Erinnerung behält, sondern wegen der Art, wie sie gespielt wurden. Unser Saisonabschluss bei den Predators Steyr war genau so eines. Bei knapp 35 Grad reisten wir mit nur 17 Mann zum Tabellenführer und verlangten ihm über das gesamte Spiel alles ab. Am Ende verloren wir mit 28:14, doch die Geschichte dieses Tages erzählt sich nicht über die Anzeigetafel.
Nur 17 Mann im Aufgebot
Die personelle Lage war zum Saisonfinale denkbar dünn. Ganze 17 Mann umfasste das Aufgebot. Wer das Spielfeld betrat, wusste also von der ersten Sekunde an: Heute zählt jeder einzelne Mann, und Pausen gibt es keine.
Der Gameplan der Predators ging nicht auf
Die Predators hatten sich für ihr Heimspiel einen klaren Plan zurechtgelegt: zwei Drives mit der Startformation, dann die Backups reinrotieren und einen entspannten Nachmittag gegen die Gorillas aus dem Pinzgau verbringen. Daraus wurde nichts.
Über das gesamte Spiel mussten mindestens drei Viertel der Steyrer Starter auf dem Feld bleiben, weil sich diese Pinzgauer Silberrücken mit aller Kraft gegen sie stemmten und ihnen nichts schenkten. Statt einer lockeren Runde bissen sich die Predators an unserer Truppe die Zähne aus.
Fast jeder auf einer neuen Position
Mit nur einem einzigen echten Offense-Skillplayer im Aufgebot spielte praktisch niemand auf seiner angestammten Position, und genau das machte diesen Tag besonders:
- Unser Center fing als Tight End einen Touchdown-Pass und ließ über das ganze Spiel keinen einzigen Ball fallen.
- Unsere Linebacker pflügten wie Dampfwalzen als Runningbacks durch die Reihen der Predators.
- Unsere Offense-Spieler teilten in der Defense Schläge aus, die sich gewaschen hatten.
Aus der Not wurde Charakter. Jeder sprang dort ein, wo er gebraucht wurde, und am Ende standen 14 Punkte gegen den Tabellenführer auf der Habenseite, erkämpft von einer Mannschaft, die auf dem Papier längst hätte untergehen müssen.
Stolz zum Saisonabschluss
Am Ende stand eine 28:14-Niederlage, und trotzdem war es einer dieser Tage, an die man sich erinnert. 17 Mann, 35 Grad, der Tabellenführer auf der anderen Seite, und am Ende eine Truppe, die mit erhobenem Kopf vom Feld ging.
Größten Respekt an jeden, der gestern am Platz stand. Wer dabei war, darf sich diesen Tag merken und an ihn zurückdenken, wenn es einmal nicht so läuft. Mit genau diesem Stolz schließen wir die Saison ab.
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